Joseph Maria Lutz wurde am 05.05.1893 in Pfaffenhofen a. d. Ilm als Sohn des
Schulrats Joseph Lutz geboren. Bereits 1913 veröffentlichte er seinen
ersten Gedichtband "Junge Welten". Da er wegen einer Kriegsverletzung
seinen erlernten Beruf als Diplom-Landwirt nicht mehr ausüben konnte, begann er
Romane, Gedichte, Novellen und heitere Kurzgeschichten zu schreiben. Er
beschäftigte sich überwiegend mit Themen aus der altbayerischen Heimat.
Sein bekanntestes Stück ist wohl "Der Brandner Kaspar schaut ins
Paradies", es basiert auf einer kleinen Erzählung von Franz von Kobell.
1934 wurde es in Dresden uraufgeführt und seitdem auf mehr als hundert
Bühnen gespielt. 1938 siedelte Joseph Maria Lutz nach München über.
1946 verfasste Lutz den neuen Text der Bayernhymne. 1947 entstand das Singspiel
"Birnbaum und Hollerstauden", eine bayerische Version der flämischen
Legende vom Tod im Apfelbaum. Seine 1956 erschienene
Sammlung "Die Münchner Volkssänger - Ein Erinnerungsbuch an die
gute alte Zeit" gilt noch heute als Standardwerk.
Am 30.08.1972 starb Joseph Maria Lutz in München. Er liegt auf dem dortigen
Waldfriedhof begraben.
Sein Arbeitszimmer, seine Bibliothek und Erinnerungsstücke des Dichters sind
in dem nach ihm benannten Joseph-Maria-Lutz-Museum in Pfaffenhofen an der Ilm zu
besichtigen. |